Jörg Krämer erzählt die Familiensaga aus dem Ruhrgebiet. Er stellt zudem den Familienhund "Germanischer Bärenhund" vor.
Germanischer Bärenhund (Rassestandard)

Germanischer Bärenhund

Wichtige Info: Es gibt keine Zentrale Informationsstelle über den Bärenhund. Dahinter verbirgt sich nur ein im Netz bekannter notorischer Schlechtmacher!!!

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Allgemeines Erscheinungsbild:

Eindrucksvolle Größe und majestätische Erscheinung. Die Gestalt ist wohlproportioniert, der massige Knochenbau und die gute Bemuskelung gibt seinen Bewegungen, die kraftvoll, raumgreifend und ausdauernd sind, eine vollendete Harmonie. Der friedliche und aufmerksame Gesichtsausdruck rundet sein Erscheinungsbild ab.

Wichtige Proportionen:

Die größte Breite des Schädels entspricht ca. 65-75% seiner Länge. Der Fang ist etwas kürzer als der Schädel. Die von der Bugspitze bis zum Sitzbeinhöcker gemessene Körperlänge übertrifft leicht die Widerristhöhe. Die Tiefe der brust ist geringer als die Hälfte der Widerristhöhe.

Verhalten/ Charakter:

Der Germanische Bärenhund ist als Lagerschutzhund deklariert, somit ist er Wächter und Behüter seines "Rudels". In heutiger Zeit ist das seine Familie und dessen Umfeld. Der Umgang mit Kindern und Haustieren entspricht diesem angeborenen Verhalten. Er ist sehr wachsam, aber kein Kläffer. Sein Schutztrieb ist eher defensiv und zurückhaltend, wobei er die Umgebung ständig in Beobachtung hat. Im Fall einer Bedrohung reagiert er blitzschnell und angemessen.

Kopf:

Der Kopf ist trocken und im guten Verhältnis zur Körpergröße. Die Kopfseiten sind ziemlich flach. Sowohl in Bewegung, als auch im Stand, wird der Kopf mittelhoch getragen. Bei Erregung runzelt er die Stirn.

Oberkopf (Schädel):

Die größte Breite des Schädels entspricht ca. 65-75% seiner Länge. Er ist leicht gewölbt, da die Scheitelbeinleiste zu fühlen ist. Der Hinterhauptkörper ist fühlbar. Der Schädel ist in seinem hinteren Teil eher flach mit leichter Eindellung in der Schädelmitte. Die Augenbrauenböden sind nicht betont und die Stirnfurche ist nur leicht tastbar.

Stop:

In sanfter Neigung.

Gesichtsschädel:

Nasenschwamm: Schwarz und geräumig mit weiten, gut geöffneten Nasenlöchern. Er ist in der Linie des Nasenrückens gelegen.

Fang:

Wesentlich kürzer als der Schädel, in einem Verhältnis von ca. 2 zu 1-1/2. Er ist kräftig, quadratisch und fast ebenso breit wie lang. Seine Vorderfront ist flach. Die Seitenflächen des Fanges verlaufen parallel. Von der Seite gesehen, ist der Nasenrücken gerade.

Lefzen:

Die Oberlefze ist massig, überhängend und bedeckt den Unterkiefer. Wobei die untere Begrenzungslinie des Fanges durch die Lippen gebildet wird.

Kiefer/ Zähne:

Das Gebiss muss vollständig sein. Die Zähne sind gesund und weiß. Scherengebiss (die Schneidezähne des Unterkiefers 1.1. können leicht nach vorne gekippt sein). Zangengebiss ist zulässig, aber mit Abschlag zu bewerten. Die Molaren müssen bei GBH`s mit 24-26 Monaten alle vorhanden sein.

Augen:

Mittelgroß, rund oder mandelförmig, gerade nach vorn blickend. Die Augenlieder sind gut am Augapfel anliegend. Die Farbe der Iris ist dunkel- oder bernsteinfarben. Der Ausdruck ist lebhaft und aufmerksam. Hängelieder sind mit Abschlag zu bewerten.

Ohren:

Hoch angesetzt (über Augenhöhe), Form: Dreieckig mit abgerundeter Spitze und hängend flach am Kopf getragen. Bei Erregung werden die Ohren deutlich vom Kopf gestellt.

Hals:

Kräftig, bemuskelt, kurz mit leichter Kehlwanne.

Körper:

Die Körpergröße übertrifft leicht die Widerristhöhe, gemessen von der Bugspitze bis zum Sitzbeinhöcker. Der Abstand vom Brustbein zum Boden beträgt ca. die Hälfte der Widerristhöhe. Obere Profillinie: gerade und gut gefestigt.

Widerrist:

Ausgeprägt, etwa in einer Linie mit der Kuppe.

Rücken:

Geradlinig, stark bemuskelt.

Lenden:

Kurz und fest.

Kruppe:

Lang und breit, fast gerade, ohne hervortretende Hüftknochen.

Brust:

Die Brust ist in den drei Dimensionen gut entwickelt und reicht bis zu den Ellenbogen.

Rute:

Hoch angesetzt, an der Wurzel sehr dick. Sie reicht bis unter den Sprunggelenkknochen und wird in der Ruhestellung tief getragen. Bei Erregung wird die Rute hoch aufgerichtet getragen, ohne sich zu ringeln. Je nach Fellart ist die Rute vollbefedert oder Stockhaar.

Gliedmaßen:

Kräftig und gut bemuskelt.

Vorderhand:

Die Vorderläufe sind kräftig und stehen senkrecht.

Schultern:

Mittellang, mittelmäßig schräg und stark bemuskelt.

Oberarm:

Kräftig, gut bemuskelt und mittellang.

Unterarm:

Gerade, sehr kräftig und gut befedert.

Vorderfußwurzelgelenk und Vordermittelfuß:

Elastisch. In der Verlängerung des Unterarmes platziert.

Vorderpfoten:

Breit geschlossen mit leicht gwölbten Zehen.

Hinterhand:

Die Befederung ist gut, je nach Fellart in der Länge. Von hinten gesehen stehen die Hintergliedmaßen senkrecht zu Boden.

Oberschenkel:

Mittellang, breit, mittelmäßig schräg, die Muskulatur ist gut entwickelt.

Knie:

Mäßig gewinkelt, parallel zur Körperachse gelagert.

Unterschenkel:

Kräftig, mittellang.

Sprunggelenk:

Mäßig gewinkelt, breit und trocken.

Hintermittelfuß:

Dick und sehnig.

Hinterpfoten:

Breit geschlossen mit leicht gewölbten Zehen.

Afterkrallen:

Beide Hinterläufe können Afterkrallen tragen, zum Teil gedoppelt.

Gangwerk:

Die Bewegung des GBH`s ist sehr kraftvoll und frei. Der Bewegungsablauf ist weit ausgreifend und schnell. Er zeigt Geschmeidigkeit und Eleganz. Die Winklungen erlauben dem GBH eine gleichmäßige, ausdauernde und schnelle Fortbewegung.

Haut:

Ziemlich dick, am Unterhautbindegewebe gut anhaftend.

Haarkleid:

Haar:

Germanische Baerenhunde gibt es in verschiedenen Fellarten und Farben. 1. Stock-Haar, kurz bis lang. 2. Mittellanges Fell. 3. Langes Fell. Das Fell kann glatt sein, oder auch leicht gewellt bis kraus. Alle Fellarten sind erlaubt. In jedem Fall ist es dicht und geschmeidig, mit sehr guter Unterwolle. Am Kopf/ Fang immer kurz Stock-Haar, ab Höhe der Ohren gut ausgeprägte Fellänge mit Kragenbildung, die sich um den Hals runter zur Brust fortsetzt (ausgenommen bei Stock- Haar; hier fällt das Haar kürzer aus). An den Läufen Fahnenbildung. Die Hosen sind gut behaart. Die Rute ist voll und buschig, je nach Fellänge.

Farbe:

Blond, hirschrot, graublond, dunkelblond, Anthrazit, sowie gestromt und Farbnuancen. Erwünscht sind dunkle Kopfmaske, dunkle Ohren, Rückenfell einfarbig. Weißer Kragen erlaubt. Weiße Flecken im Rückenbereich nicht mehr als 30% der Grundfarbe. Im Bauchbereich auch weiß oder helle Farbe erlaubt, auf der Brust, an der Spitze der Pfoten (Socken) und auf dem Nasenrücken und der Rutenspitze sind weiße Abzeichen zulässig. Rein weißes, sowie schwarzes Fell ist nicht erwünscht, solche Hunde dürfen nicht zur Zucht eingesetzt werden. Auch Hunde mit viel mehr als 30% weiß im Rückenbereich erhalten keine Zuchttauglichkeit.

Größe und Gewicht:

Masse und Gewicht gelten nur für GBH, die ausgewachsen sind (ca. 4 Jahre).

Widerristhöhe:

Für Rüden von 70 - 85 cm. Für Hündinnen von 65 - 80 cm. Leichte Toleranz.

Gewicht:

Für Rüden 50 - 85 kg. Für Hündinnen 35 - 70 kg. Leichte Toleranz je nach Zustand des Hundes ist möglich.

Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Schwere Fehler:

Entropium, ein fehlender Zahn. Heller Nasenschwamm. Einknicken oder verdrehen der Gelenke. Ausgedehnte weiße Flecken im Rückenbereich über 30%, keine Maskenbildung. Übergroße Hunde. Nervösität oder aggressives Verhalten.

Ausschließende Fehler:

Partielle oder komplexe Depigmentierung der Augenlieder, Glasauge, Schielen. Alle im Standart nicht beschriebenen Farben. Rein weiß oder lackschwarzes Fell. Mehrere fehlende Zähne, Vorbiss/ Rückbiss. Hund sehr scheu oder ausgesprochen aggressiv. Einzucht von Fremdrassen (Leonberger, Neufundländer). Fehlende/ unvollständuge Einträge in der Ahnentafel.

 

 

Ursprung:

Deutschland

Verwendung:

Lagerschutzhund

Klassifikation IKU/ gleich zu setzen mit FCI:

Gruppe 2, Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde Sektion 2,2 Molosser, Berghunde ohne Arbeitsprüfung.


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